Mitralklappenkorrektur durchs „Schlüsselloch“

08.02.2010


Kaum hat der neue Chefarzt der Klinik für Herzchirurgie im Klinikum Ludwigshafen seinen Dienst am 1. Februar 2010 aufgenommen, stand Prof. Dr. Falk-Udo Sack vor einer größeren Herausforderung: Ein 49-jähriger, schwäbischer Winzer mit fast 150 Kilogramm Körpergewicht musste sich wegen einer Undichtigkeit der Mitralklappe einer operativen Mitralklappenkorrektur unterziehen. Üblicherweise operieren Herzchirurgen bei diesem Befund bei großer Brustkorböffnung, ganz besonders dann, wenn der Patient sich mit so einer speziellen Konstitution präsentiert. Doch der Winzer wollte unbedingt wieder schwer körperlich arbeiten und vor allem auch seine Weinkisten tragen. Bei einem klassischen operativen Zugang mit Eröffnung des Brustbeins wäre die Stabilität des Brustkorbs massiv gefährdet gewesen. Deshalb entschied sich Prof. Sack mit seinem Team für die erste minimal-invasive Mitralklappenkorrektur in seiner Klinik, trotz der eher ungünstigen Voraussetzungen. Der Eingriff ist gelungen, der vor wenigen Tagen operierte Patient ist wohl auf und schon voll mobil.

nig