Klinikum Ludwigshafen erhält europäische Fördermittel für die Vertiefung der Ausbildung im Ausland

25.05.2012


Seit zwölf Jahren nehmen Krankenpflegeschüler am Klinikum Ludwigshafen am europäischen Berufsbildungsprojekt Leonardo da Vinci teil und verbringen vier bis sechs Wochen ihrer Ausbildungszeit in einem Krankenhaus eines europäischen Partnerlandes. Die Erfahrungen sind vielseitig und gewinnbringend, so dass das Klinikum die Hospitationen nun ausgebaut hat. Ab dem kommenden Jahr werden nicht nur Krankenpflegeschüler sondern auch Mitarbeiter, die eine Fortbildung zur Intensivpflegekraft absolvieren, über ein Leonardo da Vinci Stipendium ins Ausland gehen können.
 
Dr. Stephan Fingerle, Projektverantwortlicher und am Klinikum im Bereich Personalentwicklung für die Ausbildungsorganisation zuständig, fasst die positiven Erfahrungswerte der Hospitation zusammen: „Seit vielen Jahren bieten wir unseren Krankenpflegeschülern die Möglichkeit zu einem Auslandseinsatz, der helfen soll, die eigene Handlungsweise zu reflektieren“. Bei dem mehrwöchigen Einsatz in anderen Krankenhäusern erweitern die Schüler ihr fachliches Wissen aber auch ihre sozialen Kompetenzen. In den vergangenen Jahren standen dabei Länder wie Bulgarien, Italien, Frankreich und die Türkei auf dem Programm. „Die Schüler kommen mit einem reichen Erfahrungsschatz zurück, der nicht zuletzt auch unseren Patienten zugute kommt“, ist sich Dr. Fingerle sicher. Auch für Pflegedirektor Hans-Jörg Habermehl stellt das europäische Bildungsprogramm einen Gewinn für das Klinikum dar: „Pflege stellt den Menschen ins Zentrum. Wie dies in den einzelnen Ländern umgesetzt wird, ist für die Programmteilnehmer stets ein sehr spannender Aspekt, der schlussendlich auch dazu führt, die Qualität der eigenen Pflegeansätze stetig zu überdenken, zu verbessern und das eigene Blickfeld in diesem Sinne zu erweitern."
Ein aktueller Antrag auf Ausdehnung des Projektes wurde bewilligt, so dass zukünftig nicht nur Krankenpflegeschüler am Klinikum einen Auslandsaufenthalt absolvieren, sondern auch Mitarbeiter, die sich hausintern zu Intensivpflegekräften fortbilden lassen. Ab 2013 werden durch die europäischen Fördermittel sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während ihrer Fortbildung einen mehrwöchigen Aufenthalt in Innsbruck absolvieren. Bundesweit werden nur 80 Projekte im Bereich Weiterbildung gefördert. „Wir sind eine der wenigen Krankenpflegeschulen, die sich für den Auslandseinsatz ihrer Schüler stark machen“, stellt Dr. Fingerle die Besonderheit der Teilnahme dar. Mehr als 90 Prozent der beteiligten Institutionen sind Berufsschulen und Industriebetriebe, Krankenpflegeschulen sind bundesweit nur einige wenige vertreten. Das Leonardo Da Vinci Programm ist bilateral angelegt. Regelmäßig nimmt das Klinikum auch Hospitanten aus anderen Ländern auf, wie zuletzt aus Ungarn.

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