Kindern durch medizinische Versorgung ein Lachen schenken

27.06.2013


Klinikum Ludwigshafen operiert ehrenamtlich
 
Medizinische Hilfe ist für Kinder aus ärmeren Ländern oft unerreichbar: Mangelnde finanzielle Möglichkeiten, fehlende Infrastruktur, wenige Spezialisten vor Ort. Diesen Kindern nimmt sich Prof. Dr. Dr. Robert Mischkowski, Chefarzt der Mund-, Kiefer- und Plastischen Gesichtschirurgie am Klinikum Ludwigshafen an. So zum Beispiel dem kleinen Jaques aus Kamerun, der nun schon zum zweiten Mal im Klinikum behandelt wird.
 
Als der Junge im Frühjahr 2012 zu Prof. Mischkowski nach Ludwigshafen reiste, war der damals Eineinhalbjährige durch eine schwere Missbildung des Gesichts mit großen gesundheitlichen Problemen belastet. Dazu kamen komplexe ästhetische und funktionelle Beeinträchtigungen. Die starke Form der Gesichtsspalte kann im Heimatland des Kindes nicht operiert werden. Ein bis zweimal im Jahr operiert Prof. Mischkowski kleine Patienten aus ärmeren Ländern, denen vor Ort nicht geholfen werden kann, kostenlos am Klinikum Ludwigshafen. Unterstützung erfährt er dabei durch die Anästhesie und Operative Intensivmedizin am Klinikum, sowie durch die Pflegekräfte. Besonders engagiert zeigt sich Oberärztin Dr. Uta Knape, Mitarbeiterin der Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, die mehrmals jährlich zu humanitären Einsätzen in die Welt aufbricht. Durch sie kommen häufig auch die Kontakte zu den Familien der betroffenen Kinder zustande.
 
Die Operation vor mehr als einem Jahr hat der kleine Junge sehr gut verarbeitet. Damals wurden in einem mehrstündigen Eingriff ein Gaumenverschluss, eine Unterlidrekonstruktion und eine Korrektur der Gesichtsspalte im Wangenbereich durchgeführt. „Bei derart umfassenden Eingriffen ist eine gute Nachsorge wichtig“, so Prof. Mischkowski, der den Jungen zur Zeit wieder in Ludwigshafen behandelt. Bei dem aktuellen Aufenthalt erfolgte eine Korrektur der bei der Erstoperation in Kamerun nicht richtig verschlossenen Oberlippenspalte und eine Wiederherstellung der nicht angelegten rechten Nasenhälfte.
 
„Durch unsere OPs ermöglichen wir diesem Kind ein freieres Leben, nicht nur aus medizinischer Sicht“ so Prof. Mischkowski, der um die Nöte der Kinder weiß, die aufgrund ihrer Missbildungen in ihren Heimatländern oftmals verstoßen werden.
Die Behandlungskosten übernimmt in diesem humanitären Fall das Klinikum Ludwigshafen, Hilfsorganisationen wie das eigens zu diesem Zweck von dem Arzt gegründete „SmileAid e.V.“ ermöglichen die Anreise nach Deutschland und die Betreuung der Angehörigen.
 
 
boe