Neuer Magnetresonanztomograph erweitert das diagnostische Spektrum. Klinikum Ludwigshafen investiert in die medizinische Bildgebung

18.08.2014


Von der Anschaffung des 3 Tesla-Magnetresonanztomographen (MRT) der neuesten Generation profitieren sowohl die Patienten als auch die Mitarbeiter des Klinikums Ludwigshafen. Seit Juni 2014 ist in dem Haus mit 939 Betten ein Gerät im Einsatz, das mit einem 3 Tesla-Magnetfeld besonders hoch auflösende Bilder in sehr kurzer Untersuchungszeit generieren kann. Der Tomograph Magnetom Skyra mit 24-Kanal Konfiguration der Firma Siemens setzt medizinisch neue Maßstäbe und wurde weltweit zuerst nach Ludwigshafen geliefert.
 
Optimierung der radiologischen Diagnostik am Klinikum Ludwigshafen
Die Kernspin- oder Magnetresonanztomographie ist ein gängiges Verfahren (http://flexikon.doccheck.com/de/Bildgebendes_Verfahren) zur Darstellung von Schnittbildern des menschlichen Körpers. Allein am Klinikum Ludwigshafen wurden im Jahr 2013 rund 6.600 Patienten in den bisher im Hause installierten 1,5 Tesla-Geräten untersucht.
Seit einiger Zeit nimmt der Einsatz von Hochfeldtomographen mit einer Feldstärke von 3 Tesla in der klinischen Routine zu. Die höhere Feldstärke ermöglicht eine noch schnellere und zuverlässigere Diagnosestellung, ohne dass die Untersuchungskosten im Vergleich zum 1,5 Tesla-MRT wesentlich zunehmen. Davon profitiert beispielsweise der Bereich der neuroradiologischen Diagnostik in Gehirn und Rückenmark, welcher im Klinikum Ludwigshafen einen Anteil von etwa 40 Prozent der MRT-Messungen ausmacht. Aber auch der Bildgebung in weiteren medizinischen Schwerpunkten des Klinikums wie der Onkologie kommt das neue Gerät zugute. So kann im Prostatakarzinomzentrum jetzt zum Beispiel ohne Verwendung einer rektalen Spule Diagnostik auf höchstem Niveau betrieben werden. Dies sorgt für eine verbesserte Diagnostik bei erhöhtem Patientenkomfort.
 
Warum fiel die Entscheidung für das neue Gerät?
Für all diejenigen, die an dem hohen Lärmpegel während der MRT-Untersuchung gelitten haben, bietet die neue Technik Abhilfe. Der Schalldruck kann um bis zu 97 Prozent reduziert werden, da erstmals eine Geräuschdämpfung für Untersuchungen in der Neurologie und bei Patienten mit Multipler Sklerose realisiert werden konnte. Der Magnetom Skyra mit 24-Kanal Konfiguration zeichnet sich darüber hinaus durch eine Röhre mit größerem Durchmesser aus, wodurch auch Patienten mit Platzangst oder einem breiteren Körperumfang untersucht werden können. Bei Patienten mit metallischem Gelenkersatz kam es bei MRT-Untersuchungen oftmals zu Artefakten, die die Bildqualität stark einschränkten. Dies wurde nun ebenso mit einer neuen Messsequenz angegangen wie auch das Problem schlechter Bildqualität aufgrund von Bewegungsartefakten bei unruhigen Patienten. Neue Techniken ermöglichen auch Untersuchungen ohne Luftanhalten beispielsweise bei Messungen im Bauchraum. Dies trägt zu einem gesteigerten Untersuchungskomfort gerade für schwerkranke Patienten bei.
Die vergangenen Jahre waren gekennzeichnet durch ständige technologische Weiterentwicklungen des Verfahrens der MRT. Der Trend zu höheren Feldstärken musste aber technisch so optimiert werden, dass die physikalischen Vorteile auch klinisch umgesetzt und wirtschaftlich vertretbar wurden. Dies ist mit dem Magnetom Skyra gelungen, weshalb das Klinikum nun in das Gerät und somit in die Zukunft der medizinischen Bildgebung investiert hat.
 
Kontakt
Zentralinstitut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie (ZIR) am Klinikum Ludwigshafen – Sekretariat Prof. Dr. Günter Layer 0621 503-4501