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Geriatrie im Klinikum bezieht neue Räumlichkeiten

Spezielle Bedürfnisse berücksichtigt

29.07.2020


Seit Januar gibt es im Klinikum Ludwigshafen eine geriatrische Station, deren Team aus Spezialisten alten und mehrfach vorerkrankten Patien-ten bei der Rückkehr in den Alltag hilft. Die bisherigen Räumlichkeiten waren nur als Übergangslösung gedacht, seit Dienstag, 28. Juli, stehen nun die neuen Räumlichkeiten innerhalb des Klinikums zur Verfügung. Für die Stationsleitung Doris Hümmerich und die beiden Chefärzte Dr. Jürgen Heins und Dr. Fabian Schneider bedeutet dies ein Umzug nicht nur mit allem Inventar, sondern auch mit den aktuell 19 Patienten der Station.

Sechs Monate haben die Renovierungs- und Umbauarbeiten im 7. OG des Bettenhauses B im Klinikum gedauert, bevor die Geriatrie dort ihre Stationstüren öffnen kann und mit dem Umzug nun am endgültigen Standort angekommen ist. Dort wo früher die Herzchirurgie ansässig war ist eine Station mit 30 Betten entstanden, die gezielt auf die Bedürfnisse der geriatrischen Patienten abgestimmt ist. Jedes Zimmer verfügt über ein altersgerechtes Bad mit bodengleichen Duschen, die Station hat zusätzlich einen Gemeinschaftsraum und vier Therapieräume. Durch die integrierten Therapieräumlichkeiten entfallen für die Patienten die oftmals belastenden Wege im Haus und die damit einhergehenden Wartezeiten. Der Gemeinschaftsraum dient dem gemeinsamen Essen, ein fester Punkt im Stationsalltag, der sowohl Alltag strukturiert als auch Fähigkeiten aufbaut. „Ziel ist es, dem Verlust von Mobilität und Alltagskompetenz entgegenzuwirken, den gerade ältere Menschen im Zuge eines stationären Krankenhausaufenthaltes oftmals erleiden“, so Dr. Schneider. Die Patienten der Geriatrie werden in ihrer akuten Erkrankung behandelt und gleichzeitig in der Bewältigung der Alltagsaufgaben gefördert. „Das Geheimnis ist das Gesamtpaket. Wir sind ein Team aus Ärzten, Fachpflegekräften, Physiotherapeuten, Logopäden, Psychologen und Sozialpädagogen“, fasst Dr. Heins die Besonderheit der Arbeit in seiner Klinik zusammen.

Doris Hümmerich ist als Stationsleitung seit Beginn der Geriatrie am Klinikum dabei und hat schon lange bevor der erste Patient aufgenommen wurde an der Konzeption maßgeblich mitgewirkt: von der Zusammenarbeit im Team über die Planung der Stationsabläufe bis hin zu den Umzugsplänen, war sie als Fach- und Führungskraft gefragt. „Dass es nun soweit ist und wir endlich die neuen, modernen Räumlichkeiten beziehen freut mich ungemein. In erster Linie für unsere Patienten, weil sie noch mehr als bisher profitieren werden, aber auch für mein Team, das hier unter tollen räumlichen Bedingungen arbeiten wird“.

Die Umbaumaßnahmen der alten Herzchirurgie hin zu neuen, modernen Räumlichkeiten mit Berücksichtigung der speziellen Bedürfnisse der der geriatrischen Patienten hat rund 1,3 Millionen Euro gekostet.