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16.07.2018


Martina möchte leben: Typisierungsaktion für KliLu-Mitarbeiterin

In Zusammenarbeit mit der DKMS führt das Klinikum Ludwigshafen am Freitag, 20. Juli, von 15 bis 17 Uhr, in den Räumlichkeiten der Onkologischen Ambulanz, Haus D, EG, zum wiederholten Male eine Typisierungsaktion durch. Aufgerufen sind gesunde Menschen zwischen 17 und 55 Jahren, sich als potenzielle Stammzellenspender registrieren zu lassen. Diesmal hat die Aktion einen besonderen Hintergrund: Martina B., Mitarbeiterin in der Medizinischen Klinik B im Klinikum, leidet an Akuter Myeloischer Leukämie (AML).

Martina B. kämpft bereits seit gut einem Jahr gegen die Leukämie. "Die Erkrankung wurde recht früh entdeckt und konnte auch schnell therapiert werden", sagt die 45-jährige Mutter zweier Kinder. "Die Resultate sprachen für sich und ich war bereit, wieder meine Tätigkeit als Altenpflegerin im Klinikum aufzunehmen." Doch im Mai 2018 kehrte die Leukämie zurück. Für Martina B. kommt jetzt nur noch eine Stammzellenspende infrage. Innerhalb weniger Monate muss nun ein passender Spender gefunden werden. "Ich weiß, dass die Chancen nicht so gut stehen. Aber ich wünsche mir trotzdem, morgens aufzuwachen, gesund zu sein und noch viele Jahre mit meiner Familie leben zu können."

Grundsätzlich kann jeder gesunde Mensch, der zwischen 17 und 55 Jahren alt ist und nicht bereits bei der DKMS oder einer anderen Datei registriert ist, Stammzellspender werden. Blutstammzellen für einen fremden Patienten spenden darf man bis zum vollendeten 60. Lebensjahr. „Die Registrierung als Stemmzellspender tut nicht weh und dauert nur wenige Minuten", erklärt Prof. Dr. Michael Uppenkamp, Direktor der Medizinische Klinik A, dessen Team die Typisierungsaktion am 20. Juli durchführen wird. "Ein unkomplizierter und schmerzfreier Rachenabstrich genügt, schon können im Labor die Gewebemerkmale bestimmt werden, die zwischen Empfänger und Spender im günstigsten Fall identisch sind und Leben retten können."