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Qualitätsmanagement – gemeinsam mehr erreichen

Die Qualität der Versorgung sowie die Sicherheit der Patientinnen und Patienten sind elementare Schwerpunkte der Stabsstelle Qualitätsmanagement und stehen im Fokus unseres Handelns.

Das Qualitätsmanagement (QM) ist direkt der Geschäftsführung zugeordnet, sodass Prozesse und Projekte zentral initiiert, geleitet und koordiniert werden können. Durch interne Audits, Prozessoptimierungen in Arbeitsgruppen, Datenanalysen und andere QM-Werkzeuge ist ein kontinuierlicher Prozess zur Sicherung des Qualitäts-Systems gewährleistet.

Eine Verzahnung aller Beteiligten ist Grundlage der Arbeit der Stabsstelle, denn ein hohes Maß an Qualität im Behandlungsablauf und der Versorgung der Patienten kann nur gemeinsam im Team gelingen. Um die Qualitätsthemen bestmöglich in allen Bereichen und auf den Stationen zu platzieren, gibt es im KliLu Qualitätsbeauftragte Mitarbeiter (QBs), die unsere fachspezifischen Ansprechpartner im Haus sind.

Die Beauftragten sind Mitarbeiter aus dem pflegerischen, ärztlichen oder administrativen Bereich, die sich über alle medizinischen und nicht-medizinischen Abteilungen des Hauses verteilen. Durch die enge Zusammenarbeit können die Beauftragten zum einen relevante Informationen aus dem QM an alle Mitarbeiter ihres Bereiches weitergeben und zum anderen haben unsere QBs die Möglichkeit, stellvertretend für ihre Fachabteilung qualitätsrelevante Themen an die Stabsstelle zu adressieren.

Über 2-monatlich stattfindende QB-Treffen wird ein kontinuierlicher Austausch sichergestellt, und Neuerungen, Änderungen sowie wichtige Themen über den neu eingeführten Änderungsdienst in die Klinik kommuniziert. Deshalb ist der Ansatz „aus der Praxis – für die Praxis“ die Basis eines gelebten Qualitätsmanagements, die durch offene Kommunikationsstrukturen, kurze Wege und einem aktiven Austausch miteinander geprägt ist.

Instrumente zur Patientensicherheit / Risikomanagement

In Anlehnung an das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) arbeiten wir nach deren Empfehlungen und möchten Ihnen Beispiele aufzeigen, die für die Gewährleistung der Patientensicherheit und die Umsetzung des Risikomanagements im Klinikum eingeführt und umgesetzt sind:

Fehler erkennen und zwar bevor sie passieren

Im Bereich des Qualitäts- und Risikomanagements ist es wichtig, dort hinzuschauen, wo Risikokonstellationen entstehen, um diese zu identifizieren und Maßnahmen zur Prävention abzuleiten. Fehler können passieren und umso wichtiger ist es, diese künftig zu vermeiden. Das KliLu hat deshalb ein Frühwarnsystem (CIRS) etabliert, in welchem die Mitarbeiter Fehlerquellen melden können, sodass Maßnahmen zur Erhöhung der Patientensicherheit abgeleitet und umgesetzt werden können.

Das System bietet die Möglichkeit, gemeinsam aus Fehlern zu lernen, um sicher zu stellen, dass sich ein Vorkommnis nicht wiederholt.

Besteht bspw. eine Gefahr der Verwechslung von gleich aussehenden Medikamentenschachteln, prüfen wir mit unserer Apotheke, ob ein Präparat auf einen anderen Hersteller umgestellt werden kann, um das Verwechslungsrisiko auszuschließen.

„Schön, dass Sie sich beschweren“

Die Zufriedenheit unserer Patienten liegt uns am Herzen und ist für uns ein wichtiges Kriterium in der Patientenbehandlung. Durch die Kontaktstelle für Patientenanliegen ist ein proaktiver Ansatz sichergestellt, bei dem die Patienten während ihres Aufenthaltes die Möglichkeit haben sich aktiv zu den verschiedenen Leistungsbereichen zu melden. Über sogenannte Interviews, die vor Ort bei den Patienten stattfinden, können direkt Eindrücke und Erfahrungen zurück gemeldet werden, aus denen zeitnah Maßnahmen abgeleitet werden.

  • „Miteinander offen im Austausch sein“
  • In geplanten Abständen werden interne Audits in den Kliniken, Instituten und Bereichen durchgeführt, in denen das QM-System des Klinikums systematisch bewertet und je nach Umsetzungsstand Maßnahmen und Verbesserungen eingeleitet werden.
  • Innerhalb des Audits werden Prozesse, Anforderungen, Richtlinien und definierte Ziele hinsichtlich ihrer Wirksamkeit überprüft. Dabei wird ermittelt, ob der geforderte Soll-Zustand mit dem Ist-Zustand übereinstimmt. Die Begehungen werden von den Mitarbeiter/innen der Stabsstelle Qualitätsmanagement durchgeführt.

Weil Ihre Meinung zählt…

Im Klinikum Ludwigshafen haben sowohl die ambulanten als auch stationären Patienten die Möglichkeit an einer kontinuierlichen Patientenbefragung teilzunehmen. Außerdem erfolgen kontinuierlich interne Patientenbefragungen (z.B. i. d. Organzentren). Weitere Rückmeldungen können über den Online-Fragebogen abgegeben werden. Die Leiterin der KfP führt regelmäßig Patientengespräche während des stationären Aufenthaltes durch, in denen die Patienten zu ihren Eindrücken befragt werden und die Möglichkeit haben, Verbesserungspotentiale und Anregungen an uns zurück zu melden.

  • „Warum machen Menschen Fehler und was kann man dagegen tun?“
  • Kommunikation, Teamarbeit, Situationsbewusstsein und Entscheidungsfindung sind oft kritische und in ihrer Konsequenz fehlerbegünstigende Faktoren. Diese Fähigkeiten werden in Medical-Team-Trainings geschult. Vergleichbar mit den verpflichtenden Trainings für Flugpersonal, werden dabei die Akzeptanz und das Verständnis für die erfolgreiche Anwendung verschiedener Sicherheitsstrategien vermittelt, das heißt „warum machen Menschen Fehler und was kann man dagegen tun“.
  • Alle Mitarbeiter, die am Patienten arbeiten (Ärztlicher Dienst, Pflege- und Funktionsdienst, MTD einschl. Physiotherapie, Krankentransport) nehmen einmalig an den Medical-Team-Training Schulungen teil.
  • Die Schulungen werden von einem Piloten aus der Luftfahrt sowie einem Mediziner durchgeführt. Die wichtigsten dargestellten Strategien und Instrumente werden in Anschluss von allen Teilnehmern über Module in Form von E-Learnings abgefragt.

„Sicher durchs Krankenhaus“

Patientenidentifikation ist ein wesentlicher Aspekt im Rahmen der Patientensicherheit und das Patientenarmband trägt zur sicheren Identifikation bei, insbesondere wenn aufgrund einer Narkose oder anderer Faktoren (bspw. Unfall) das Bewusstsein fehlt. Patienten erhalten für den gesamten Aufenthalt im KliLu ein Patientenidentifikationsarmband, das bei der Patientenaufnahme am Handgelenk angelegt wird.

Um die Sicherheit auch im Bereich der Neugeborenen zu gewährleisten erhalten die Säuglinge zwei Patientenarmbänder, die am Arm sowie am Fußgelenk angebracht werden.

Ein weiteres Sicherheitsmerkmal sind Sicherheits-Checklisten, die bei operativen und invasiven Eingriffen zum Tragen kommen. Die Checkliste dient dazu, dass alle am Prozess beteiligten Mitarbeiter zu jeder Zeit in Kenntnis aller relevanten Daten und Fakten sind. Diese wird von Station bis in den OP-Bereich geführt und dient als Leitfaden für alle Handlungsschritte.

Maßnahmen zur Patientensicherheit:

  • aktive Übergaben von einer Berufsgruppe zur anderen
  • „gegen-checken“ von Informationen im multiprofessionellen Team
  • Abgleichen der Identifikationsinstrumente wie ID-Armband, Bettetikett und Patientenakte
  • Kontrollieren von medizinisch-therapeutischen Sachverhalten

Im sogenannten Team-Time-Out, bei dem das gesamte OP-Team anwesend ist, werden nochmals alle relevanten Daten abgeglichen und der geplante OP-Ablauf detailliert besprochen. Eventuelle Besonderheiten, die womöglich zu Komplikationen führen können oder Allergien/Unverträglichkeiten seitens des Patienten werden in diesem Moment nochmals thematisiert.