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Unsere Leistungen

Im Rahmen dieses übergeordneten Schwerpunktes erfolgt die gesamte Diagnostik aller Erkrankungen des blutbildenden Systems, des Gerinnungssystems und aller bösartiger Tumoren. Hierzu gehören die Knochenmarkdiagnostik und die Immunphänotypisierung. Das Behandlungsspektrum reicht von der Anwendung herkömmlicher zytostatischer Therapie über immunologische Behandlungen und Antikörpertherapien bis hin zur Durchführung von Hochdosistherapien (entweder alleinige Hochdosis-Chemotherapie oder in Kombination mit Ganzkörperbestrahlung) mit nachfolgender autologer Blutstammzelltransplantation. Die Medizinische Klinik A betreut Patienten mit Leukämien, malignen Lymphomen, Plasmozytomen und Knochenmarkreifungsstörungen. Auf dem Gebiet der soliden Tumoren werden überwiegend Patienten mit Magen-Darmtumoren, Bronchialtumoren, fortgeschrittenem Brustkrebs und Weichteiltumoren behandelt. Darüber hinaus werden Patienten mit seltenen Tumorleiden betreut.

Die Medizinische Klinik A hat die Möglichkeit, Patienten vollstationär, tagesklinisch und z. T. auch ambulant zu behandeln. Die Hämato-Onkologische Tagesklinik ist eine interdisziplinäre Einrichtung mit zehn Behandlungsplätzen unter Leitung der Medizinischen Klinik A. In der Ambulanz können Patienten auf spezielle Zuweisung von Internisten, Urologen und Frauenärzten bei bösartigen Erkrankungen behandelt werden.

Als nephrologisches Oberzentrum erfolgt in der Medizinischen Klinik A die Diagnostik und Therapie sämtlicher Nierenerkrankungen und des Bluthochdrucks. Es werden alle Nierenersatztherapieverfahren (Hämodialyse, Hämofiltration, Hämodiafiltration, alle kontinuierlichen Dialyseverfahren, die Peritonealdialyse, Plasmapheresen und Hämoperfusion (Entgiftungen) angeboten. Die Dialyseeinheit verfügt über 22 Plätze und steht Patienten zur Verfügung, die mit dialysepflichtigem Nierenversagen im Klinikum der Stadt Ludwigshafen behandelt werden. Darüber hinaus können auch Patienten aus den umliegenden Stadtteilen ambulant (teilstationär) von der Dialyseabteilung behandelt werden. Dialyse von Hepatitis B- und C- sowie MRSA-Patienten.

Neben der Möglichkeit der Dialyse steht die Diagnostik und Abklärung des Bluthochdrucks und von Nierenerkrankungen im Vordergrund des medizinischen Interesses. Insbesondere werden dopplersonographische Untersuchungen der Nierenarterien zur Diagnostik von Nierenarterienstenosen (ischämische Nephropathie) und ultraschallgesteuerte Nierenbiopsien zur feingeweblichen Diagnose von Nierenerkrankungen durchgeführt.

Weitere Informationen zur Nierenersatztherapie finden Sie hier.

Die Funktion Herz und Niere sind in ihren physiologischen Funktionen eng miteinander verbunden. Wenn eine akute oder chronische Erkrankung eines Organs eine akute oder chronische Dysfunktion im jeweils anderen Organ hervorruft wurde die Begrifflichkeit des sogenannten kardiorenalen Syndrom (KRS) definiert.

Insbesondere bei Patienten mit chronischer Herzschwäche (Herzinsuffizienz), kommt es im klinischen Alltag häufig bei diesen Patienten dazu, nach vorausgegangener Beseitigung kausaler Bedingungen (z. B. Myokardinfarkt mit kardiogenem Schock oder Linksherzschwäche bei verengter Herzklappe (z.B. Aortenklappenstenose)), dass die umfassende Medikation bezüglich der Herzschwäche nicht mehr ausreichend wirken und sich dadurch die Nierenschwäche verschlechtert bis hin zur Notwendigkeit der künstlichen „Niere“ (Dialyse). Ein Circulus vitiosus ist eröffnet.

Für die erkrankten Patienten mit Herz– und Nierenschwäche sind alternative Therapieansätze erforderlich.

Als letzte Therapieoption bleibt häufig nur die Kontrolle des Flüssigkeitshaushalts übrig.

Neben der extrakorporalen Ultrafiltration mittels „Blutwäsche“ über das Blutsystem (Hämofiltration), das insbesondere bei akuten Fällen angewendet wird, kommt die Kontrolle des Wasserhaushalts über das Bauchfell (Peritonealdialyse) bei chronischer Herz- und Nierenschwäche zum Tragen.

Am KliLu wird diese Therapie („Wasserkontrolle über das Bauchfell“) seit Jahren erfolgreich angewendet. Wichtig dabei ist ein weitreichendes medizinisches Verständnis im Hinblick auf den jeweiligen Patienten und eine umfassende Zusammenarbeit über die Grenzen medizinischer Fachdisziplinen hinweg. Aus diesem Grunde kommt an unserem Haus bereits seit längerem eine spezielle Konsilanforderung zum Nierenersatzverfahren bei Herzinsuffizienz zum Einsatz. Dieser Bogen ermöglicht eine schnelle und unkomplizierte Abklärung zwischen Kardiologie und Nephrologie und trägt dazu bei, den betreffenden Patienten möglichst zeitnah eine etwaige Therapieoption aufzeigen zu können.

Primär werden potentielle Patienten mit Herzinsuffizienz und Niereninsuffizienz zwischen Kardiologie (Med. Klinik B) und Nephrologie (Med. Klinik A) besprochen. Weitere medizinische Fachdisziplinen werden konsekutiv in den Behandlungsprozess involviert. Zur operativen Anlage des Bauchfelldialysekatheters (sog. Tenckhoff-Katheter) besteht eine enge partnerschaftliche Kooperation zwischen der Chirurgischen Klinik A und der Med. Klinik A. Die Anästhesie ist gefragt um eine „schonende“ Vollnarkose durchzuführen. Nicht zu vergessen sind die Dialysefachpflegekräfte, die mit der weiteren zeitintensiven Schulung und Anwendung nach erfolgter operativer Anlage gefragt sind.

Für die betroffenen Patienten muss die Therapie in einem äußert fragilen Gleichgewicht gehalten werden, ohne dabei das jeweils andere Organsystem zu schädigen. In jedem Fall ist daher eine enge Kooperation und Kommunikation zwischen den verschiedenen Disziplinen Kardiologie, Chirurgie A, Anästhesie und Nephrologie erforderlich, um die Komplexität von Herz- und Niereninsuffizienz erfolgreich meistern zu können.

Als primäres Therapieziel gilt es, die Stabilisierung und Verbesserung der kardialen Situation (Herzleistung) zu erreichen, um die Niere besser „zu durchbluten“, die Hospitalisierungsraten drastisch zu reduzieren und damit dem Patienten mehr Lebensqualität zu bieten.

In Anbetracht der sich abzeichnenden Entwicklungstendenzen, die eine Zunahme von Herz-Kreislauf-Erkrankungen prognostizieren, sind interdisziplinär abgestimmte Therapieschemata – wie die Bauchfelldialyse bei kardiologischen Patienten – ein wichtiger Schritt zum Wohle unserer Patienten.

Als eine von nur wenigen Kliniken in Rheinland-Pfalz verfügt die Medizinische Klinik A über einen ausgewiesenen Schwerpunkt für Rheumatologie. Die Medizinische Klinik A kann hierbei sowohl stationäre Patienten wie auch eingeschränkt ambulante Patienten behandeln.

Zur Diagnostik stehen alle erforderlichen Verfahren zur Verfügung:

  • Autoimmunlabor
  • (Arthro-)Sonographie
  • diagnostische Gelenkpunktionen
  • Kapillarmikroskopie
  • nuklearmedizinische Untersuchungen
  • traditionelle Röntgendiagnostik
  • moderne Schnittbildverfahren (CT, MRT)
  • PET/CT

Es besteht eine enge Kooperation mit den anderen Kliniken und Instituten im Klinikum Ludwigshafen, um die teilweise komplexen Krankheitsbilder umfassend abklären und therapieren zu können.

Die angebotenen Therapien umfassen, neben den medikamentösen Behandlungen bis hin zum Einsatz von Biologika, auch lokale Gelenkinjektionen sowie ein umfangreiches Angebot an physiotherapeutischen und physikalischen Behandlungen, die vom Institut für Physikalische und Rehabilitative Medizin durchgeführt werden.

Daneben wird den Patienten in verschiedenen Indikationen auch die Teilnahme an nationalen und internationalen Studien angeboten. Hierdurch besteht die Möglichkeit mit Therapien behandelt zu werden, die außerhalb von Studien noch nicht zur Verfügung stehen.
Es besteht die Möglichkeit einer ambulanten Behandlung nach §116b SGB V für schwere Verlaufsformen rheumatischer Erkrankungen. Eine Anmeldung hierfür ist ausschließlich über den überweisenden Arzt möglich.

Mit den Selbsthilfegruppen (z. B. Rheumaliga, Lupus-Selbsthilfegemeinschaft, Sjögren-Selbsthilfegruppe, Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew) besteht eine enge Kooperation. Die Selbsthilfegruppen bieten innerhalb des Klinikums regelmäßige Sprechstunden für Betroffene von Betroffenen an.
Die Rheumatologie am Klinikum Ludwigshafen ist eingebunden in die Landesarbeitsgemeinschaft Rheumatologie (ARRP). Es werden regelmäßige Fortbildungen zu rheumatologischen Themen angeboten. U. a. findet 4x im Jahr ein rheumatologischer Arbeitskreis statt (Termine).

Behandelnde Ärzte:

  • Prof. Dr. Raoul Bergner (FA Innere Medizin, Nephrologie, Rheumatologie)
  • Dr. Horst Sattler (FA Innere Medizin, Rheumatologie)
  • Dr. Jan Splitthoff (FA Innere Medizin und Rheumatologie)
  • Dr. Daniel Wadsack (Innere Medizin, Rheumatologie)
  • Dr. Lena Peters (FÄ Innere Medizin, Rheumatologie, Elternzeit)
  • Dr. Anika Tuleweit (FÄ Innere Medizin, Elternzeit)

Die Medizinische Klinik A übernimmt die Aufgaben der allgemein internistischen Patientenversorgung. Dazu gehören auch endokrinologische Fragestellungen und die Diagnostik und Therapie unklarer Krankheitsbilder.

Patienten mit einer HIV-Infektion können in allen Stadien der Erkrankung in der Infektionsambulanz behandelt werden.
Die Patienten werden von einem Team betreut, das für auftretende Probleme der medikamentösen Dauertherapie, das Auftreten infektiologischer Begleiterkrankungen und Hepatitis B und C Koinfektionen besonders qualifiziert ist.

Die Infektionsambulanz ist in ein „soziales“ Netzwerk integriert (AIDS-Hilfe, Psychologin, Sozialarbeiterin). Alle wichtigen Ambulanzen und diagnostische Einrichtungen des Klinikums (Computertomographie, Kernspintomographie, Bronchoskopie) stehen den HIV-Infizierten zur Verfügung.
Bei akuter Verschlechterung des Krankheitsbildes ist die stationäre Weiterbehandlung gewährleistet.