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Starkes Zeichen für soziales Engagement: Schulen für Gesundheits- und Pflegeberufe des Klinikums Ludwigshafen übergeben Abraham-Pokal

16.03.2026


Der Abraham-Pokal ist ein jährlich von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) Rhein-Neckar verliehener Wanderpreis, der an Schulen in der Region geht. Sein Ziel ist es, den Dialog zwischen Christen, Juden und Muslimen zu fördern. Schulen, die Träger des Abraham-Pokals sind, verpflichten sich, ein Jahr lang Projekte zu Themen wie Toleranz, Antisemitismus und interreligiöser Verständigung durchzuführen. Nach einem Jahr geben die Schulen für Gesundheits- und Pflegeberufe des Klinikums Ludwigshafen den Pokal nun weiter an das hiesige Geschwister-Scholl-Gymnasium.

Die feierliche Übergabe des Wanderpokals fand am Sonntag, den 15. März 2026, in der Aula des Karl-Friedrich-Gymnasiums Mannheim statt. „Es war uns nicht nur eine große Ehre, den Pokal ein Jahr lang tragen zu dürfen, sondern auch eine Verpflichtung. Denn das Klinikum steht für Offenheit, Toleranz und Vielfältigkeit“, sagt Hülya Stegmüller, Schulleitung der Pflegeschule am Klinikum Ludwigshafen.
Während dieses Jahres engagierten sich die Auszubildenden und die Lehrkräfte der Schulen für Gesundheits- und Pflegeberufe intensiv für diese Themen. Unterschiedliche Projekte und Unterrichtsformate machten religiöse Vielfalt erlebbar und förderten den Austausch über Glauben, Geschichte und gesellschaftliches Miteinander.
So begleiteten Auszubildende und Lehrkräfte unter anderem die Gedenktage der Stadt Ludwigshafen und setzten sich im Unterricht mit verschiedenen religiösen Traditionen sowie deren Bedeutung für Gesellschaft und Geschichte auseinander. Darüber hinaus fanden mehrere Projekttage statt, die sich gezielt mit religiöser Vielfalt beschäftigten. Dazu gehörten beispielsweise der Anne-Frank-Tag, ein Vielfaltstag mit dem Themenschwerpunkt Religionen sowie weitere Unterrichts- und Projektformate.

Unterschiedliche Projekte zeigen religiöse Vielfalt
Ein besonderes Projekt war zudem die Entwicklung eines Kalenders mit den wichtigsten Feiertagen des jüdischen Glaubens. Dieser soll künftig dazu beitragen, religiöse Feiertage stärker im schulischen Alltag sichtbar zu machen und das Verständnis für unterschiedliche religiöse Traditionen zu fördern. „Gerade in einem Krankenhaus treffen täglich Menschen mit ganz unterschiedlichen kulturellen und religiösen Hintergründen aufeinander. Deshalb ist es wichtig, dass unsere Auszubildenden früh lernen, Vielfalt als Bereicherung zu verstehen und respektvoll miteinander umzugehen“, sagt Jan Stanslowski, kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums Ludwigshafen.

Geschwister-Scholl-Gymnasium führt Tradition fort
Bei der Übergabe am vergangenen Sonntag wurden traditionell zwei Abraham-Pokale vergeben – einer für Schulen aus Ludwigshafen und einer für Schulen aus Mannheim.
Nach einem Jahr als Träger der Auszeichnung übergaben die Schulen für Gesundheits- und Pflegeberufe am Klinikum Ludwigshafen den Ludwigshafener Abraham-Pokal nun an das Geschwister-Scholl-Gymnasium. Damit wird das Engagement für interreligiöse Verständigung an einer neuen Schule weitergeführt.
„Das vergangene Jahr hat gezeigt, wie wichtig es ist, jungen Menschen Raum für Austausch, Fragen und Begegnung zu geben. Unsere Auszubildenden haben sich mit großem Interesse und Engagement mit religiöser Vielfalt auseinandergesetzt und viele wertvolle Impulse gesetzt“, erklärt Hülya Stegmüller.

Über die Klinikum der Stadt Ludwigshafen am Rhein gemeinnützige GmbH
Das Klinikum Ludwigshafen ist das drittgrößte Krankenhaus in Rheinland-Pfalz und ein Krankenhaus der Maximalversorgung. Es verfügt über 1.010 Betten und umfasst 17 Kliniken, fünf medizinische Institute, zwölf zertifizierte Tumorzentren, zehn zertifizierte Zentren sowie zwölf Kompetenzzentren. Mit konzernweit rund 3.700 Beschäftigten ist das KliLu der drittgrößte Arbeitgeber in der Rhein-Stadt. Es befindet sich in städtischer Trägerschaft und ist seit 1995 eine gemeinnützige GmbH. Zudem dient es als akademisches Lehrkrankenhaus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg.