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Geburtshilfe am Klinikum Ludwigshafen

Liebe werdende Mütter, liebe Familienangehörige,

eine Geburt während der Corona-Pandemie ist für Sie sicherlich ein belastendes Thema. Wir haben vollstes Verständnis für Ihre Ängste und Zweifel. Dennoch möchten wir Ihnen unmissverständlich sagen: Vertrauen Sie der Geburtshilfe! Haben Sie keine Sorge, sich in unseren Räumlichkeiten einer erhöhten Gefahr auszusetzen! Wir werden weiterhin alles dafür tun, dass es Ihnen und Ihrem ungeborenen Kind bzw. Ihrem Säugling bei uns an nichts fehlen wird. Wir müssen einige Abläufe in Kreißsaal und der Wöchnerinnenstation der aktuellen Situation anpassen, aber Sie können sich sicher sein: Alle Maßnahmen haben einzig und allein den Zweck, Sie und Ihren Nachwuchs zu schützen. Eine Geburt bei uns ist sicher – daran ändert auch die Coronakrise nichts.
 
Wir haben einige der wichtigsten Fragen zum Thema Corona und Schwangerschaft für Sie zusammengestellt. Wenn Sie darüber hinaus noch Fragen haben, zögern Sie nicht, sich bei uns zu melden.

Ihre Nelly Chamarina, ärztliche Leiterin der Gebursthilfe.

Das Robert Koch Institut zählt Schwangere und Neugeborene nicht zu einer Risikogruppe. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass Schwangere in besonderem Maße anfällig für das CORONA Virus sind oder einen schwereren Verlauf der Infektion fürchten müssten. Generell gilt in der Schwangerschaft, dass Sie sich vor möglichen Infektionen durch ein paar einfache Hygieneregeln schützen sollten: Achten Sie auf ausreichend Händehygiene, halten Sie in der Öffentlichkeit einen Sicherheitsabstand von mind. 1.5m zu Mitmenschen ein, verzichten Sie wo immer möglich auf enge soziale Kontakte. Wenn es in Ihrem Umfeld erkrankte Menschen gibt, versuchen Sie eine bestmögliche Distanz einzuhalten (z.B. getrennte Schlafräume innerhalb der Familie).

Nein, während der Geburt dürfen Sie sich weiterhin von einer Person Ihres Vertrauens begleiten lassen. Wichtig ist, dass diese Person gesund ist und keine Symptome eines grippalen Infekts aufweist. Covid-positiv getestete Begleitpersonen haben selbstverständlich keinen Zutritt zum Kreißsaal. Ihre Begleitung kann die gesamte Zeit der Geburt bei Ihnen bleiben. Auch nach der Geburt dürfen Sie die erste Zeit zu Dritt im Kreißsaal bei uns verbringen und diesen besonderen Moment genießen. Es ist allerdings nicht möglich, dass die Person, die Sie begleitet, wechselt. Sobald Sie dann mit Ihrem Neugeborenen auf unsere Station verlegt werden tritt die Regelung zum Besucherstopp in Kraft. Auf der Station sind Besuche untersagt.

Generell gilt: Bitte folgen Sie den Anweisungen unseres medizinisch-pflegerischen Teams. Manche Maßnahmen, wie das Tragen eines Mundschutzes zu gegebenem Anlass, mögen Ihnen unverständlich erscheinen. Es gibt aber Situationen, zum Beispiel wenn die Schwangere verschnupft ist, in denen momentan besondere Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden müssen. Gerade in einem Krankenhaus, in dem viele kranke und ältere Menschen sind, müssen wir die Ausbreitung von Viren bestmöglich verhindern.

Grundsätzlich respektieren wir die Wünsche unserer Schwangeren. Aus medizinischer Sicht haben wir Bedenken bei einer Hausgeburt. Wir wissen aus Erfahrung, dass eine schnelle – falls notwendig - auch intensivmedizinische Versorgung von Mutter und/oder Neugeborenem lebenswichtig ist. Eine Hausgeburt ohne vorherige gute Aufklärung der Mutter halten wir für nicht vertretbar. Auch sollte die begleitende Hebamme über eine große Berufserfahrung verfügen, um schnell reagieren zu können. Jetzt aus Angst vor einer Ansteckungsgefahr im Krankenhaus auf eine Hausgeburt umzuschwenken ist aus unserer Sicht gefährlich, und wir raten dringend davon ab. Der Sicherheitsaspekt für Mütter und Säuglinge ist nach wie vor in Geburtskliniken am größten; hier werden Sie auf höchstem medizinischem Niveau betreut und begleitet.

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