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Unsere Leistungen: Thoraxchirurgie

Die Sektion Thoraxchirurgie hält das gesamte Spektrum an Diagnostik und operativer Therapie bei gut- und bösartigen Erkrankungen der zentralen Atemwege, der Lungen, des Mediastinums und der Brustwand einschließlich angrenzender Regionen bereit. Jährlich werden ca. 500 Operationen im Brustraum durchgeführt, etwa die Hälfte bei bösartigen Erkrankungen. Als Teil des Lungenzentrums ist die Thoraxchirurgie eng in die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Pneumologie und dem Onkologischen Zentrum eingebunden. Als Klinikum der Maximalversorgung ist die Thoraxchirurgie zudem ein Kooperationspartner umliegender Kliniken und wichtiger Bestandteil der regionalen Notfallversorgung. Aufgrund der hohen Expertise und Behandlungsqualität wurde die Sektion 2019 als „Kompetenzzentrum für Thoraxchirurgie (DGT)“ zertifiziert.

Auf medizinisch höchstem Niveau steht eine engagierte Mannschaft aus Ärzten, Pflegefachkräften, Physiotherapeuten, Psycho-Onkologen und Sozialarbeitern sowohl fachlich kompetent als auch menschlich einfühlsam allen Patienten zur Seite.

Wir operieren in modernsten Operationssälen - modernste Ausstattung gewährleistet eine optimale Versorgung vor, während und nach einem operativen Eingriff. Schonende operative Techniken finden wann immer möglich Anwendung. Viele der Eingriffe werden in minimal invasiver Technik (Schlüsselloch- / Laser-Chirurgie) oder unter Einsatz des Operationsroboters (DaVinciXi) vorgenommen.

Bei großen Tumor-Operationen kann durch Verpflanzung von eigenen Lungenanteilen (sog. Bronchoplastik und Angioplastik) gesundes Lungengewebe erhalten werden. Diese Operationen helfen entscheidend, die postoperative Lebensqualität zu verbessern. Für sehr komplexe Fälle stehen zudem die Herz-Lungen-Maschine oder extrakorporale Beatmung (ECMO) zur Verfügung.

Bei Brustwandtumoren handelt es sich in ca. 39 % der Fälle um bösartige (maligne) Tumoren, die in der Brustwand entstehen, in ca. 35 % um gutartige (benigne) Tumoren, die in der Brustwand entstehen und in ca. 26 % der Fälle um Tumoren, die ihren Ursprung nicht in der Brustwand haben (sekundäre Tumoren).

Als Mediastinum (zu deutsch: Mittelfellraum) bezeichnet man den Raum zwischen den Lungen. Das Mediastinum wird nach vorne durch das Brustbein, oben durch den Hals, nach unten durch das Zwerchfell sowie durch die Wirbelsäule und die Rippen begrenzt. Als Tumor des Mediastinums bezeichnet man alle Geschwulste und Neubildungen, die von Geweben ausgehen, die sich im Mediastinum befinden.

Bei der umschriebenen Hyperhidrose (vermehrtes Schwitzen an bestimmten Körperstellen) an Achseln oder Händen, besteht die Möglichkeit durch einen minimalinvasiven thorakoskopischen Eingriff mit Durchtrennung des sympathischen Grenzstranges eine sofortige und dauerhafte Besserung zu erreichen.

Das Lungenemphysem ist eine Erweiterung und Zerstörung der endständigen Lufträume. Das Lungenemphysem ist charakterisiert durch die Abnahme der Gasaustauschfläche und der Dehnbarkeit der Lunge.

Lungenkrebs ist weltweit und auch in Deutschland die häufigste zum Tode führende Krebserkrankung des Mannes. Bei der Frau steht Lungenkrebs nach Brustkrebs und Dickdarmkrebs an dritter Stelle der bösartigen Erkrankungen. In Abhängigkeit von Tumorstadium erfolgt die Operation mit oder ohne zusätzliche Chemo- oder Strahlentherapie.

Lungenmetastasen sind Absiedlungen (Tochtergeschwülste) von Tumoren, die sich außerhalb der Lunge gebildet haben. Häufig sind Lungenmetastasen ohne Symptome (Krankheitszeichen), gelegentlich kommt es jedoch Beschwerden. In einigen Fällen kann hierdurch eine Heilung selbst bei fortgeschrittenen Tumoren erreicht werden.

Ca. 1 % der Lungentumoren sind gutartig (benigne). Die gutartigen Lungentumoren können von allen in der Lunge vorkommenden Zelltypen abstammen.

Der Begriff Pleuraerguss bezeichnet die Ansammlung von Flüssigkeit in der Brusthöhle, also zwischen der inneren Wand des Brustkorbs und der Lunge. Ursachen können Herz-Kreislauferkrankungen, Entzündungen oder bösartige Erkrankungen sein.

Das Pleuramesotheliom ist ein bösartiger Tumor des Rippenfells, dessen Entstehung unter anderem auf frühere Asbestexposition zurückgeführt wird. Es wird geschätzt, dass die Häufigkeit sich innerhalb der nächsten 20 Jahre verdoppelt.

Unter einem Pneumothorax versteht man das Ansammeln von Luft neben der Lunge. Je nach Ursache unterscheidet man verschiedene Formen des Pneumothorax.

Unter dem Überbegriff Rippenfellerkrankungen finden sich sowohl entzündliche, infektiöse als auch tumorbedingte Veränderungen des Rippenfells oder des Rippenfellraumes (Raum zwischen Rippen- und Lungenfell). Eiteransammlungen im Rippenfellraum Pleuraempyem) sind meist Folge einer verschleppten Lungenentzündung.

Thymome sind seltene bösartige Tumoren und repräsentieren etwa 0,2–1,5 % aller Malignome. In etwa 50 % der Fälle ist die Ursache für einen Tumor im vorderen Mediastinum ein Thymom. 10–15 % der Patienten mit Myasthenia gravis weisen ein Thymom auf.

Die Trichterbrust ist eine Deformität des Brustkorbes, bei welcher das Brustbein nach innen abgesenkt ist. Bei vorliegen einer kardiopulmonaler Einschränkung infolge der Trichterbrust, kann die Deformität in vielen Fällen durch einen minimalinvasiven thorakoskopischen Eingriff in der Methode nach Nuss korrigiert werden.

Die häufigsten Verletzungen sind Rippenbrüche, Lungeneinrisse oder -zerreissungen oder das Eindringen von Blut in den Rippenfellraum (Hämatothorax). Sie erfordern oft ein sofortiges Eingreifen, um eine ausreichende Atmung zu gewährleisten.

Das Zwerchfell ist der wichtigste Atemmuskel. Eine Zwerchfelllähmung führt daher häufig zu Luftnot. Es gibt verschiedenste Ursachen für eine Zwerchfelllähmung und nicht selten bleibt die Ursache unklar (idiopathisch). In ausgewählten Fällen kann den Patienten mit einer Zwerchfellraffung geholfen werden. Wir führen diesen Eingriff minimalinvasiv mit dem DaVinci durch.