Startseite Medizin & Pflege Kliniken und Fachbereiche Kliniken A-Z Klinik für Innere Medizin, Hämato-Onkologie, Nephrologie, Infektiologie und Rheumatologie Studienzentrum Rheumatologie/Nephrologie

Rheumatologisches / Nephrologisches Studienzentrum der Medizinischen Klinik A

Der Bereich der Rheumatologie und Nephrologie in der Medizinischen Klinik A ist seit vielen Jahren in der klinischen Forschung aktiv. In nationalen und internationalen Phase II-IV-Studien werden Patientinnen und Patienten innovative Therapien angeboten, die sonst nicht verfügbar sind. Alternativ werden Therapiekombinationen zugelassener Wirkstoffe untersucht.

Daneben werden auch Studien zu neuen Diagnoseverfahren durchgeführt.

Ein weiterer Schwerpunkt sind Registerstudien, in denen Daten zu speziellen Fragestellungen anonymisiert oder pseudonymisiert gesammelt werden, um betroffene Patientin in Zukunft besser aufklären zu können.

Die Medizinische Klinik A ist Mitglied in der EUVAS (European Vasculitis Society), die immer wieder neue Industrie unabhängige Studien zu Vasculitiden durchführt.

Das Studienteam ist auf die Planung, Organisation, Durchführung und Auswertung von klinischen Studien spezialisiert und Ansprechpartner für sämtliche Fragen. Alle Studien werden gemäß der aktuell gültigen GCP (Good Clinical Practice)-Guidelines durchgeführt.

Sollten Sie an einer Studienteilnahme interessiert sein oder Fragen dazu haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung (Prof. Dr. Bergner / Frau Piper Studienbüro, Tel. 0621 503-2959).

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der aktuellen Studienprojekte:

In der Inflarx-Studie wird ein neuer Wirkstoff getestet, der in der Therapie von neu entdeckten ANCA-Vasculitiden oder bei Rezidiven mit Organmanifestationen (z.B. Niere, Lunge) das Cortison ersetzen soll.

Die Therapie der ANCA-Vasculitiden besteht derzeit aus zwei Therapiephasen. Zunächst wird in einer Induktionsphase die Krankheitsaktivität zur Ruhe gebracht. In der nachfolgenden Remissions-Erhaltungsphase soll ein Wiederaufflammen der Erkrankung verhindert werden.

Vor allem in der Induktionsphase werden hohe Cortisondosierungen verwendet, die zu schweren Nebenwirkungen führen können. Dies soll durch den Einsatz des neuen Wirkstoffes deutlich gebessert werden.

Die zusätzliche Therapie mit Cyclophosphamid oder Rituximab wird unabhängig von der Studie entsprechend den aktuellen Therapieleitlinien durchgeführt.

Studientyp: randomisierte Doppel-Blind Studie
Studiendauer: 12 Monate
Rekrutierung: offen

Das Register stellt eine Weiterführung des Kinder-Biologika-Registers (BiKeR) dar. Die weitere Beobachtung der erwachsenen Patienten soll Aussagen über die Langzeitwirksamkeit und -sicherheit einer Behandlung mit Biologika (im Vergleich zu MTX) sowie zu den Folgekosten der JIA im Erwachsenenalter ermöglichen.

Patienten, die bisher im Kinderregister BiKeR geführt wurden und das 18. Lebensjahr erreicht haben, werden in JuMBO überführt. Dokumentationen erfolgen durch den Arzt und Patienten im Abstand von 6 Monaten. Ärztlicherseits werden aktuelle Therapie, Krankheitsaktivität, Gelenkbefund sowie unerwünschte Ereignisse dokumentiert.

Studientyp: Beobachtungsstudie
Studiendauer: Langzeit
Rekrutierung: offen

Weitere Informationen finden Sie hier.

In der MUST-Studie wird untersucht, ob die zusätzliche Therapie mit Methotrexat (MTX) die Wirksamkeit von Ustekinumab bei der Psoriasisarthritis verbessert.

Bei der rheumatoiden Arthritis ist bekannt, dass die zusätzliche Therapie mit MTX die Wirksamkeit vieler Biologika verbessert. Für die Psoriasisarthritis sind solche Daten nicht ausreichend vorhanden.

Sowohl der der Wirkstoff Ustekinumab, wie auch MTX sind zugelassene Wirkstoffe bei der Therapie der Psoriasisarthritis.

Studientyp: randomisierte Doppel-Blind-Studie
Studiendauer: 12 Monate
Rekrutierung: geschlossen

Lange Zeit wurden entzündlich rheumatische Erkrankungen als nicht vereinbar mit einer Schwangerschaft angesehen. Dies hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Trotzdem fehlen weiterhin große Datenmengen, die zeigen, wie Schwangerschaften bei Patientinnen mit Rheuma verlaufen.

Im RheKiss-Register werden schwangere Patientinnen erfasst. Teilnehmerinnen füllen während der Schwangerschaft sowie in den ersten 2 Jahren danach regelmäßig Fragebögen zum Krankheitsverlauf aus. Außerdem wird die Entwicklung des Kindes abgefragt.

Der behandelnde Rheumatologe ergänzt zu den gleichen Zeitpunkten jeweils die medizinischen Daten.

Alle Daten werden pseudonymisiert erfasst, d.h. die Identität der Patientinnen wird durch einen Zahlencode ersetzt, den nur der behandelnde Rheumatologe kennt.

Ziel ist es, auf Basis dieser Daten in Zukunft Frauen mit Rheuma und Kinderwunsch besser beraten zu können im Hinblick auf mögliche Risiken.

Studientyp: Beobachtungsstudie
Studiendauer: 9 + 24 Monate
Rekrutierung: offen

Weitere Informationen finden Sie hier.

In der Titain-Studie wird der Wirkstoff Secukinumab bzgl. seiner Wirksamkeit bei der Riesenzellarteriitis / Arteriitis temporalis untersucht.

Bisher bestand die Therapie der RZA/AT vor allem aus Cortison, sowie bei Rezidiven oder Gründen gegen eine länger dauernde Cortisontherapie aus der zusätzlichen Gabe von Methotrexat oder Tocilizumab. Mit Secukinumab wird in der Studie jetzt ein weiterer Wirkstoff untersucht, mit dem eine länger dauernde Cortisontherapie reduziert werden soll.

Secukinumab ist ein Wirkstoff, der bereits seit mehreren Jahren für die Behandlung anderer rheumatischer Erkrankungen (Spondyloarthritis, Psoriasisarthritis) sowie der schweren Schuppenflechte (Psoriasis) zugelassen ist.

Studientyp: randomisierte Doppel-Blind Studie
Studiendauer: 12 Monate
Rekrutierung: geschlossen

Prospektive Untersuchung der Diagnostik und Therapie von Vaskulitiden in Rheinland-Pfalz/Saarland

Vaskulitiden (rheumatische Gefäßentzündungen) sind heute weiterhin eher seltene Erkrankungen. Oft werden sie zu spät erkannt, unvollständig diagnostiziert oder aber unzureichend therapiert.

Ziel der Studie ist es, ein Register zum Thema Vaskulitiden in Rheinland-Pfalz/Saarland aufzubauen, um zu erfassen, wie derzeit Diagnosen gestellt werden, welche diagnostischen Verfahren dabei zur Anwendung kommen und mit welchen Therapien behandelt wird.

Das Projekt kann jedoch nur mit der Unterstützung von Zuweisern und Zuweiserinnen ein Erfolg werden. Interessierte Kolleginnen und Kollegen finden anbei nähere Informationen: