Startseite Medizin & Pflege Kliniken und Fachbereiche Kliniken A-Z Gynäkologie / Geburtshilfe Unsere Leistungen

Unsere Leistungen

Sehr geehrte Patientin,

die Darstellung unserer Leistungen dient zu Ihrer Information. Sollten Sie bei der Aufzählung etwas nicht finden oder unsicher sein, so können Sie natürlich mit uns zur Abklärung telefonisch (Tel.: 0621 503-3251) oder per E-Mail: gyn@klilu.de Kontakt aufnehmen.

Unser Leistungsspektrum auf einen Blick:

Für die minimal invasiven Verfahren ist der Operationssaal speziell mit modernster HD Videotechnik ausgerüstet. Zudem steht das neue roboterunterstützte OP-System „DaVinci“ zur Verfügung.

Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie)
Bei der Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) ist es möglich mit sehr kleinen Instrumenten durch den Gebärmutterkanal in die Gebärmutterhöhle hineinzusehen und Veränderungen, die sich dort befinden zu erkennen und eventuell gleich zu behandeln. Eine Gebärmutterspiegelung kann u.a. sinnvoll eingesetzt werden zur Abklärung eines unerfüllten Kinderwunschs, zur besseren Diagnostik bei durch Ultraschall auffällig gewordenen Veränderungen der Gebärmutterhöhle sowie um die Ursachen unklarer Blutungen zu erkennen. Hierbei können Myome, die in die Gebärmutterhöhle hineinragen sowie Polypen operativ entfernt werden. Bestehen trotz unauffälligem Befund der Gebärmutter sehr starke, nicht gewünschte Blutungen, so kann die Gebärmutterschleimhaut auf diesem Wege entfernt und mit Hitze verkocht werden, so dass in den meisten Fällen (ca. 70%) später keine oder wesentlich geringere Blutungen auftreten.

Ein traditioneller operativer Eingriff in der Gynäkologie sah einen Bauchschnitt zum Eröffnen des Bauchraumes vor. In den vergangenen Jahrzehnten ist es durch die Pionierarbeiten meines ehemaligen Chefs (Prof. Dr. Dr. K. Semm Universitäts-Frauenklinik Kiel) gelungen, nur mit der Bauchspiegelung (Pelviskopie, Laparoskopie) Operationen an den weiblichen Organen ohne Bauchschnitt durchzuführen. Dieses minimal-invasive Verfahren ist deutlich patientenschonender, da es mit kleineren Einschnitten in die Körperoberfläche und dem zum Teil sanfteren Umgang mit den betroffenen Organen sowie der kürzeren Operationsdauer einhergeht. Für unsere Patientinnen bedeutet dies, dass sie bereits nach kurzer Zeit wieder erholt genug sind um in den gewohnten Alltag zurückkehren zu können. Ein weiterer Vorteil der Bauchspiegelung liegt in der geringeren Anzahl von Folgekomplikationen: Verwachsungen, die nach jeder Operation entstehen können, treten bei einer Bauchspiegelung seltener auf als bei einem klassischen Bauchschnitt.
Um für den Operateur - trotz der dünnen Optik, die durch den Bauchnabel geschoben wird - ausreichende Sichtverhältnisse zu erhalten, wird das Bild mittels einer HD Videokamera auf einen Fernsehbildschirm vergrößert, so dass der Operateur eine noch bessere Übersicht hat als bei einem Bauchschnitt. Die Bauchspiegelung ist das bevorzugte Verfahren bei Unterbauchbeschwerden (Endometriose, Verwachsungen), zur Abklärung von Eierstocksbefunden, bei Patientinnen mit unerfülltem Kinderwunsch und bei gutartigen Tumoren der Gebärmutter (Myome), bei der die Gebärmutter erhalten werden soll. In geeigneten Fällen ist sogar eine Entfernung der Gebärmutter möglich. Zusätzlich können die meisten Eileiterschwangerschaften mit dieser Methode operiert werden, ohne dass der Eileiter entfernt werden muss. Am Klinikum Ludwigshafen sind wir mit zunehmender Tendenz in der Lage auch umfassendere Krebsoperationen an Gebärmutterhals oder Gebärmutterkörper mithilfe der Bauchspiegelung patientenschonend durchzuführen und somit die Belastung für die betroffene Patienten zu minimieren.

Sollte sich im Laufe einer Diagnosestellung ergeben, dass eine Gebärmutterentfernung zu empfehlen ist, so sind wir am Klinikum Dank der Entwicklung optimierter Operationsinstrumente und innovativer Techniken in 80% der Fällen der Lage diese durch die Scheide durchzuführen. Somit können die durch einen Bauch-schnitt entstehenden starken Schmerzen vermieden werden. Wenn aufgrund vorheriger Operationen mit Verwachsungen zu rechnen ist oder aufgrund anderer Befunde eine Gebärmutterentfernung durch die Scheide unsicher erscheint, so kann durch eine vorhergehende operative Bauchspiegelung in vielen Fällen letztendlich doch die Operation in einer Narkose durch die Scheide vollendet werden. Weiterhin ist auch die Entfernung nur mit einer Bauchspiegelung (nur des Gebärmutterkörpers zur Vorsorge einer späteren Senkung oder der ganzen Gebärmutter) möglich.

Jährlich erblicken in unserer Abteilung für Geburtshilfe viele Kinder das Licht der Welt. Und doch verlieren wir die Einzigartigkeit jeder Schwangerschaft, jeder Geburt nicht aus den Augen. Denn wir legen großen Wert auf eine direkte, familiäre, persönliche und individuelle Betreuung.

Ein eingespieltes Team von Hebammen, Ärztinnen und Ärzten, Krankenschwestern und Kinderkrankenschwestern sowie Physiotherapeutinnen kümmert sich darum, dass Sie die Zeit vor, während und nach der Geburt in Sicherheit und Geborgenheit erleben können. Selbstverständlich stehen die Sicherheit der Mutter und des Kindes bei uns an erster Stelle.

Besondere Schwerpunkte unserer Klinik für Geburtshilfe sind die Pränataldiagnostik einschließlich Amniozentese, Geburtsplanung und Risikoschwangerschaftsbetreuung. Auch bieten wir unseren Patientinnen die Möglichkeit einer Wassergeburt und auf Wunsch einen Kaiserschnitt. Nach der Geburt wird eine Rooming-in-Betreuung auf unserer Wochenbettstation angeboten.

Entspannungs- und Geburtsvorbereitungskurse unter Anleitung unserer Hebammen können wir Ihnen zurzeit leider nicht anbieten. Wir informieren Sie gerne über unser Leistungsangebot und stehen Ihnen für Fragen zur Verfügung. Auf Wunsch präsentieren wir Ihnen auch gerne unsere Räumlichkeiten. Sprechen Sie uns an!

Senkungen der Scheide und/oder der Gebärmutter oder des Scheidenendes nach Gebärmutterentfernung treten häufig bei Frauen mit einer Bindegewebsschwäche auf. In manchen Fällen kann das Einlegen von Ringen oder Schalenpessaren kurzfristig Linderung verschaffen, bei vielen betroffenen Frauen bleibt jedoch der Wunsch nach einer dauerhaften Lösung bestehen. Abhilfe kann hier eine Operation verschaffen. Nach Feststellung, an welchen Stellen (Blase, Darm, Scheidenende) eine Senkung vorliegt, können wir Ihnen eine für Sie erfolgversprechende Operationsmethode empfehlen. Senkungen der Blase (Zystozele) oder des Darmes (Rektozele) können durch Raffung des körpereigenen geschwächten Bindegewebes gezielt behoben werden. Abhängig von der Ursache werden unterschiedliche individuelle Operationsverfahren eingesetzt (vordere und hintere Plastik, lateral repair nach Richardson).
Auch wenn die Gebärmutter entfernt wurde, schützt dies nicht zuverlässig vor einem Vorfall des Scheidenendes. In diesen Fällen besteht die Möglichkeit, das Scheidenende mit sehr hoher Sicherheit an einem bei jedem vorhandenen Band im kleinen Becken dauerhaft zu befestigen (sacrospinale Fixation nach Amreich-Richter). Basierend auf Ihren individuellen Untersuchungsbefunden kann es in manchen Fällen auch hilfreich sein, das Scheidenende alternativ mittels künstlichem Band an der Wirbelsäule zu befestigen.
Bei erneut nach einer vorhergehenden Operation aufgetretenen Senkungsbeschwerden ist es wegen fehlender eigener Bindegewebsstrukturen (vergleichbar mit einem Bruch/ einer Hernie) häufig empfehlenswert, diese durch künstliche Netze zu ersetzen, um eine bessere Heilungschance zu haben. Diese neueren Operationsverfahren bieten wir Ihnen natürlich auch an. Wir verwenden teilresorbierbare Netze, von denen ein Teil des Materials vom Körper abgebaut wird, so dass nur noch ein geringer Teil als Fremdmaterial im Körper verbleibt.

Mit steigendem Lebensalter kommt es bei einer zunehmenden Anzahl von Frauen zu einem unwillkürlichen Harnverlust, der häufig schamvoll verschwiegen aber als sehr belastend empfunden wird. Da verschiedene Ursachen für diesen unwillkürlichen Harnverlust bestehen können, ist es besonders wichtig, eine genaue Abklärung mit einer computergestützten Blasendruckmessung in unserem zertifizierten Kontinenz- und Beckenboden-Zentrum Ludwigshafen durchzuführen. Ausgehend von dieser umfassenden Diagnostik können wir gemeinsam mit Ihnen eine geeignete Therapie festlegen, die eine erfolgsversprechende Linderung Ihrer Beschwerden herbeiführen kann. Mögliche Therapieformen sind eine medikamentöse Behandlung, ein gezieltes Beckenbodentraining zur Muskelstärkung oder auch ein operativer Eingriff. Die Untersuchungsergebnisse helfen zudem im Falle eines operativen Eingriffes festzulegen, welches Verfahren den unkontrollierten Harnverlust bei Ihnen bestmöglich lindern kann. Neben dem so genannten operativen goldenen Standard (Kolposuspension nach Burch), mit Anhebung der Scheide von einem kleinen Bauchschnitt aus, bieten wir Ihnen zusätzlich die neuen und sehr erfolgversprechenden minimal- invasiven TVT oder TOT- Verfahren an, bei denen die Harnröhre mit einem Band in ihrer Lage stabilisiert wird.

Brusterkrankungen werden in unserem zertifizierten Brustzentrum Ludwigshafen nach den aktuellen Leitlinien interdisziplinär diagnostiziert und behandelt.

An sämtlichen Organen des weiblichen Genitaltraktes (Schamlippen, Scheide, Gebärmutterhals, Gebärmutterkörper, Eileiter und Eierstöcke) kann es zu einer bösartigen Umwandlung kommen. Durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen Ihrer Frauenärztin oder Ihres Frauenarztes ist in vielen Fällen eine frühzeitige Erkennung möglich. Während früher bei einer Krebserkrankung im gynäkologischen Bereich grundsätzlich radikale ausgedehnte Operationsverfahren durchgeführt wurden, kann heute häufig bei einer frühen Erkennung eine Erhaltung des betroffenen Organs durchgeführt werden. Wichtig für die Planung einer Operation ist jedoch eine sorgfältige Vordiagnostik, die auch in unserer Klinik durchgeführt werden kann. Erst nach Vorliegen aller Befunde ist eine gute Planung des operativen Eingriffes mit Ihnen möglich. In einigen Fällen ist es erforderlich, nach einer durchgeführten Operation zusätzliche Behandlungen (hormonelle Therapien, Chemotherapien, Strahlentherapien) durchzuführen um den Behandlungserfolg der Operation auf Dauer zu sichern. Diese Therapien werden von Experten aller Fachrichtungen im zertifizierten Onkologischen Arbeitskreis (OAK) festgelegt. Im Anschluss an die Behandlung ist ebenfalls eine regelmäßige Nachsorge durch Ihre betreuende Frauenärztin/ Ihren Frauenarzt dringend angeraten.

In Deutschland erkranken jährlich etwa 8.000 Frauen an einem bösartigen Tumor der Eierstöcke (Ovarien). Damit ist der Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) die dritthäufigste bösartige Erkrankung der Frau. Ältere Frauen sind häufiger betroffen als jüngere. Da sich der Eierstockkrebs häufig im gesamten Bauchraum ausbreitet und in Nachbarorgane einwächst sind in vielen Fällen ausgedehnte Operationen mit Gebärmutter-, Eierstock-, Lymphknoten-, und Organentfernungen erforderlich, die wir bei Erfordernis gemeinsam mit unseren Kollegen der Chirurgie und der Urologie durchführen. In unserer operativen Intensivstation werden Sie nach dem Eingriff kompetent überwacht.

Bei Frühbefunden des Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) ist entweder ein Gebärmuttererhalt oder eine einfache Gebärmutterentfernung ausreichend. Ist der Befund jedoch weiter fortgeschritten, so muss die Gebärmutter mit dem umgebenden Gewebe und den Lymphknoten entfernt werden (radikale Gebärmutter-entfernung). Auch diese ist in geeigneten Fällen ohne Bauchschnitt mit einer Bauchspiegelung möglich. In bestimmten Fällen ist es sogar Erfolg versprechender eine kombinierte Behandlung aus Bestrahlung und Chemotherapie durchführen zu lassen.
Beim Gebärmutterkörperkrebs (Endometrium-/ Corpuskarzinom) ist in vielen Fällen eine Entfernung der Gebärmutter mit den Eierstöcken ausreichend. Bei bestimmten Befunden ist es jedoch anzuraten zusätzlich die Lymphknoten mit zu entfernen. Auch diese Operationen können zum Teil schon mit der weniger belastenden Bauchspiegelung durchgeführt werden.
Ein sehr seltener Scheidenkrebs (Vaginalkarzinom) wird abhängig vom Befund durch eine radikale Operation mit teilweiser Scheidenentfernung oder durch eine Strahlentherapie behandelt.
Ein Schamlippenkrebs (Vulvakarzinom) wird abhängig vom Befund durch die Entfernung der Schamlippe (ganz oder teilweise) und falls erforderlich mit der Entfernung des Wächterlymphknotens oder der Lymphknoten aus der Leiste behandelt.

Informationen über ambulante Operationen erhalten Sie auf der Seite Zentrum für Ambulante Operationen.